NOVARION CEO & Gründer Gesek im Interview

Beitrag von Lisa Rottenmanner • 23.04.2020 • 10:30
NOVARION CEO & Gründer Gesek im Interview

Gründer und Geschäftsführer von NOVARION, Georg Gesek, im Interview darüber, welche Chancen er in der aktuellen Krise sieht und wie diese die ganze Welt und Europa verändern wird.


Vor mehr als 16 Jahren gründete Georg Gesek den österreichischen Computerhersteller NOVARION, mit dem Ziel, die Integration der europäischen High-Tech-Computer-Industrie zu unterstützen. Als Unternehmer, Physiker und Elektronik-Ingenieur sieht er die Errungenschaften der vergangenen 60 Jahre in Europa als vorbildhaft für die ganze Welt. Mit uns hat er über die kurz- und mittelfristigen Entwicklungen in der aktuellen Krise gesprochen.

Wie schätzen Sie die heutige Situation ein?

„Im Prinzip handelt es sich um eine globale Naturkatastrophe, die von Wissenschaftern schon seit Jahrzehnten für die erste Hälfte dieses Jahrhunderts prognostiziert wurde. Für einen Naturwissenschafter ist die jetzige Situation also keine große Überraschung. Die meisten Regierungen hatten daher auch Einsatzpläne in der Schublade, die nun nach und nach umgesetzt werden. In der Woche vom 9. März ich habe Berechnungen zur Ausbreitung des COVID-19-Virus angestellt und daraufhin die dringende Empfehlung an den Krisenstab der Bundesregierung ausgesprochen, strikte Ausgangsperren zu verhängen. Erfreulicherweise wurden diese zwei Tage später auch verlautbart. Ich denke, wir haben in Österreich derzeit eine der professionellsten und handlungsfähigsten Regierungen weltweit. “

Georg Gesek NOVARION

„Wir haben sofort Maßnahmen getroffen und sind imstande, Server & Datenspeicher-Systeme zu liefern, wenn es internationale Konzerne nicht mehr können. Ich bin sicher, dass NOVARION strategisch gestärkt aus dieser Krise herausgehen wird. Daher halten wir an unseren positiven Wirtschaftsaussichten, auch für 2020, fest.“

Georg Gesek – Gründer & Geschäftsführer NOVARION GmbH


Wie wirken sich die Regierungsmaßnahmen auf Ihr Unternehmen aus? 

„Als Hersteller kritischer IT-Infrastruktur – welche auch viele Leitstellen von Einsatzkräften verwenden – haben wir die erforderlichen Maßnahmen sofort umgesetzt. Neben Personalmaßnahmen, wie z. B. Home-Office, wurde die IT-Infrastruktur vor Cyber-Angriffen abgesichert. Auch unsere Lieferketten wurden noch redundanter organisiert und unser Zentrallager strategisch erweitert, um Server & Datenspeicher-Systeme selbst dann noch zu liefern, wenn es internationale Konzerne nicht mehr können. Ich bin sicher, dass dieses neu gebildete Bewusstsein für die Notwendigkeit Europas, sich selbst mit kritischer Infrastruktur versorgen zu können, eine strategische Stärkung für NOVARION bedeutet. Daher halten wir, gerade in dieser Krise, an unseren eigenen positiven Wirtschaftsaussichten, selbst für das Gesamtjahr 2020, fest.“

Sehen Sie in dieser aktuellen Krise auch eine Chance als Unternehmer?

„Wir erleben gerade ein noch nie dagewesenes weltweites wirtschaftliches Experiment, indem der Grad des Einflusses von staatlichen Maßnahmen auf die globalisierte Wirtschaft bestimmt wird. Vieles was bisher unmöglich galt, wird sich meines Erachtens als nicht bloß umsetzbar, sondern auch wirkungsvoll herausstellen. Schließlich werden viele Menschen in allen Kultur- und Berufsgruppen erkennen, dass die Menschheit eine globale Einheit, ein 'Global Mind' darstellt, wie ich es nenne. Diese Krise wird uns definitiv wesentlich in unserem vernetzten Denken weiterbringen, genau das, was wir für die Überwindung der langfristigen Probleme wie dem Klimawandel, des Fehlens nachhaltiger Wirtschaftskreisläufe oder der ungerechten Verteilung der Ressourcen an die Menschen dringend brauchen können."


Das Crowdinvesting zu NOVARION wurde bereits im vergangenen Jahr erfolgreich beendet. Rund 350 Anlegerinnen und Anleger beteiligten sich mit fast einer halben Million Euro an dem einzigartigen Investitionsprojekt – der Entwicklung und Etablierung eines hybriden Quantencomputers am Weltmarkt. 


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